Schloss Wahn

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Schloss Wahn beherbergt seit 1947 die Theaterwissenschaftliche Sammlung des Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln.

Seit 1962 finden hier unterschiedliche Ausstellungen zum Thema Theater statt. Die Räume des Haupthauses werden von der Universität auch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt.

Zum Schloss führt eine prachtvolle Kastanienenallee.

Geschichte

1358 wird das Anwesen erstmals als Hoff zu Wande urkundlich erwähnt. Im Laufe der Zeit wird die ursprüngliche rheinische Niederungsburg mit Wohnturm, Torbau, Wassergraben und Vorburg zu einer spätbarocken Wohnanlage umgebaut. Das Anwesen gelangt 1522 in den Besitz der Familie derer von Zweiffel. Sie vererben es im 17. Jahrhundert der Familie Schall zu Bell.

In seiner heutigen Form ist Schloss Wahn um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden. Der Bergische Landhofmeister Ferdinand Friedrich Graf von Schall zu Bell baute die ehemalige Wasserburganlage zwischen 1750 bis nach 1759 auf dem alten Burggelände unter Verwendung älterer Bausubstanz zu einer Vierflügelanlage um. Im Norden ergänzte er ein Herrenhaus als Maison de Plaisance. Das Herrenhaus folgt als französischer Gebäudetypus in Grundriss und Aufriss architektonischen Musterbüchern aus Frankreich.

1785 verkaufte der Sohn des Erbauers das Schloss an den Kurkölnischen Kammerherrn Theodor Freiherr von Heereman zu Zuydtwyck. Seine Gattin ist eine geborene Eltz-Rübenach. Seit 1820 ist Wahn im Besitz der Familie von Eltz-Rübenach.

Zwischen 1975 und 1988 erfolgen umfassende Restaurierungsarbeiten, besonders im Inneren mit Wiederherstellung des Erdgeschosses, bestehend aus Stuck und Wandmalerei, sowie der Treppenanlage in Naturstein.

Zu dem Schloss gehört Gut Eltzhof.

Weblinks