Museum Ludwig: Unterschied zwischen den Versionen

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: Erw.: 10,- €, ermäßigt: 7,- (Kinder 6 bis 13 Jahre, Schüler, Studenten), Familien: 20,- €, Audioguid: 3,- €.
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: Seit 1.1.2014: 11,- €, ermäßigt: 7,50 €, Familien: 22,- €, Kin­der un­ter 18 Jahre: frei in die ständige Samm­lung. Audioguide: 3,- €, [http://typo3.p203166.webspaceconfig.de/?id=138 Infoseite zum herunter ladbaren Audioguide].
: ab 1.1.2014: 11,- €, ermäßigt: 7,50 €, Familien: 22,- €.
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Version vom 8. Januar 2014, 17:25 Uhr

Ludwig-Museum am Heinrich-Böll-Platz

Das Museum Ludwig ist ein Museum in Köln für die Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts.

Expressionismus, Dada, Pop Art, Videokunst – seit dem 20. Jahrhundert überschlagen sich die Kunststile und Medien in Europa und Amerika. Als eine der wichtigsten Sammlungen für die Kunst der Gegenwart gibt das Museum Ludwig einen Überblick über diese spannungsreichen Zeiten. Von der größten Pop Art-Kollektion außerhalb der USA, einer riesigen Picasso-Sammlung über die Russische Avantgarde und die deutschen Expressionisten bis zur Zeitgenössischen Kunst gibt es hier viel zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Ausstellung

Im städtischen Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz (in Nachbarschaft zum Dom und Hauptbahnhof) wird in dem 1986 eingeweihten Kulturensemble Philharmonie / Museum Ludwig auf 8000 qm

Kunst des 20. Jhdt. und der Gegenwart

präsentiert.

Wichtigste Abteilungen der ständigen Sammlung sind

  • die Sammlung Picasso, mit ca. 900 Werken aller Art die nach Barcelona und Paris drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, die natürlich nicht immer komplett ausgestellt sein kann,
  • die Sammlung des Kölner Juristen Josef Haubrich (Deutscher Expressionismus, Neue Sachlichkeit und Kölner Progressive),
  • Russische Avantgarde mit der wichtigsten Sammlung dieser Kunstrichtung im Westen,
  • Surrealismus,
  • Pop Art mit der umfangreichsten Sammlung dieser Kunstrichtung außerhalb der USA,
  • Abstrakte Tendenzen, Kunst ab 1950.

In dem großzügig konzipierten Museum (mit u. a. zwei sehr großen Räumen im 1. OG und UG für großflächige Werke bei Ausstellungen) kann der Besucher aufgrund der verspielten Architektur mit Etagen und Halbetagen und vielen tollen Aussichten durch große Fenster und von Terrassen auf den direkt gegenüberstehenden Dom und den Rhein einen quasi Gemälde-Wanderweg abschreiten. Bis zu dem Umzug in sein neues Gebäude in 2001 war in dem Gebäudekomplex am Dom auch das Wallraf-Richartz- Museum mit untergebracht.

Die Werke des ML werden wie folgt präsentiert (wobei sich je nach aktuellen Ausstellungsprogramm diesbezüglich Änderungen ergeben können):

  • im 1. Obergeschoss
    − in der nördlichen Geschossseite die Sammlung Haubrich (Expressionismus, Neue Sachlichkeit und Kölner Progressive)
    − im der südlichen Geschossseite die Sammlungen Russische Avantgarde, Picasso, Surrealismus und Nouveaux Réalistes/Fluxus sowie Sonderausstellungen
    − in dem großen Sonderausstellungs-Raum Ausstellungen mit Großobjekten
  • im 2. Obergeschoss
    − Sammlung Abstrakte Tendenzen/aktuelle Kunst ab 1960
  • im Untergeschoss
    − Sammlung Pop Art und Sonderausstellungen
  • im Zwischengeschoss (nahe Kassenbereich)
    − große Sonderausstellungen
  • sowie verteilt im Gebäude weitere zumeist kleinere Sonderausstellungen.

Übrigens lohnt es sich, das Museum häufiger aufzusuchen, da sich - im Zusammenhang mit Ausstellungen oder weil präsentierte Werke gegen andere ausgetauscht werden - die Aufhängung der ständigen Sammlung häufig ändert. Somit gibt es im ML immer wieder neue Kunsterlebnisse.

Die Sammlung dieses Museums gilt als die wichtigste deutsche Sammlung der Modernen. Das Museum wurde 1976 im Zusammenhang mit der Schenkung von ca. 350 Werken moderner Kunst (Russische Avantgarde und Pop Art) durch das Sammlerehepaar Ludwig an die Stadt Köln gegründet. 1994 und 2001 folgten zwei weitere umfangreiche Schenkungen des Ehepaar Ludwig mit Werken Picassos, womit jetzt die komplette Picasso-Sammlung der Ludwigs im Bestand des ML ist (mit 180 Gemälden und Skulpturen sowie 730 Grafiken die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt). Nach dem Tode von Irene Ludwig erhielten 2011 die Museen Ludwig und Schnütgen aus derem Nachlass weitere sehr umfangreiche und wertvolle Schenkungen (insges. jetzt über 500 Kunstwerke). In die ständige Sammlung des ML integriert wurde die 1946 der Stadt geschenkte und vormals zum WRM gehörende Sammlung des Kölner Juristen Dr. Joseph Haubrich mit Werken des Expressionismus und sonstiger Richtungen der Klassischen Moderne als Basis für die Sammlung zeitgenössischer Kunst. Auf diesen Stifter haben sich die namensgebenden Sammler Peter und Irene Ludwig bezogen.

Einige der vielen prominenten Maler der Sammlung des ML: Max Beckmann, Marc Chagall, James Ensor, Alexej von Jawlensky, Wassily Kadinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Karl August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Piet Mondrian, Otto Mueller und Emil Nolde (Expressionsmus und Abstraktion), Georges Braque und Pablo Picasso (Kubismus), Salvador Dali, Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Man Ray und Ives Tanguy (Surrealismus), Otto Dix (Neue Sachlichkeit), Francis Bacon, Willem de Kooning, Barnett Newman und Jackson Pollock (Abstrakter Expressionismus), Richard Hamilton, Jasper Johns, Roy Lichtenstein und Andy Warhol (Pop Art) sowie Georg Baselitz, Joseph Beuys, Yves Klein, Renato Guttuso, Gerhard Richter (lebt in Köln), Diether Roth, Sigmar Polke (lebt in Köln) und Jörg Immendorff (Postmoderne).

Neben der ständigen Sammlung werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

Geschichte

Nach einer umfangreichen Schenkung des Sammler-Ehepaars Peter und Irene Ludwig kam es 1976 zur Gründung des Museums als eigenständiges Museum für die Moderne Kunst ab 1900. Es verblieb zusammen mit dem Wallraf-Richartz-Museum, zu dem die Sammlung dieser Epoche bis dahin zugehörte, zunächst in dem Gebäude, in dem heute das Museum für Angewandte Kunst untergebracht ist, bis es 1986 in den Neubau umzog.

Am 5. Februar 1976 wurde eine Schenkungsurkunde unterzeichnet, in der die Stadt 350 Werke der modern Kunst des Ehepaars Ludwig geschenkt erhält. Im Gegenzug musste die Stadt ein Museum für die Werke errichten, die nach 1900 entstanden sind.

1986 wurde dann ein Museumsgebäude in der Nähe des Doms und des Hauptbahnhofs eröffnet, dass sowohl das Wallraf-Richartz-Museum als auch das Museum Ludwig aufnahm.

Die Sammlung des Wallraf-Richartz-Museum zog 2001 in einen Neubau gegenüber dem Rathausplatz).

Besuchsinformationen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage): 10 – 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 – 22 Uhr

Eintritt

Seit 1.1.2014: 11,- €, ermäßigt: 7,50 €, Familien: 22,- €, Kin­der un­ter 18 Jahre: frei in die ständige Samm­lung. Audioguide: 3,- €, Infoseite zum herunter ladbaren Audioguide.

Adresse

Heinrich-Böll-Platz, Bischofsgartenstraße 1, unweit des Hauptbahnhofs
50667 Köln

Anreise

Von dort kurzer Fußweg über die Treppe oder Lift auf die Domplatte und links am Nordportal in Richtung Rhein.

Veranstaltungen

Diese Lokalität nimmt an der Langen Nacht der Kölner Museen teil. Das ausführliche Programm findet sich hier

Weblinks

Portal Museum


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