Ehrenbürger

Aus KoelnWiki
Version vom 7. Oktober 2014, 09:07 Uhr von Dekurio (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ehrenbürger ist die höchste Auszeichnung der Stadt Köln. Sie wird an Personen verliehen, die sich um das Wohl der Bürger oder der Stadt verdient gemacht haben.

Liste der Ehrenbürger und Ehrenbürgerinnen

Die folgende Liste enthält Ehrenbürger und Ehrenbürgerinnen der Stadt Köln seit 1856. Die Personen sind chronologisch nach Verleihung des Ehrenbürgerrechts aufgelistet.[1]

18. Dezember 1856 
Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim (1797-1859), für seine Verdienste um den Dombau
26. Dezember 1859 
Ernst Moritz Arndt (1769-1860), als hervorragender Dichter und Patriot
1. April 1875 
Otto Fürst von Bismarck (1815-1898), als Reichsgründer
9. Juni 1879 
Helmuth Graf von Moltke (1800-1891), als Reichsgründer
25. April 1895 
Dr. Heinrich von Stephan (1831-1897), für die Entwicklung Kölns als Verkehrsknotenpunkt
20. Mai 1895 
Dr. Gustav von Mevissen (1815-1899), für seine weitsichtige Politik für Handel und Wirtschaft in Köln
August Reichensperger (1808-1895), für seine Verdienste um den Dombau
12. Juli 1905 
Friedrich Wilhelm von Becker (1835-1924), seine Verdienste zur Entwicklung Kölns zu einer modernen Großstadt
26. Oktober 1910 
Prof. Dr. Alexander Schnütgen (1843-1918), als Forscher und Förderer der Kunst
4. Januar 1951 
Konrad Adenauer (1876-1967), für seine zahlreichen Projekte zum Wohl der Stadt Köln
Dr. h. c. Hans Böckler (1875-1951), für seien Einsatz für die Gewerkschaften und als Kölner Abgeordneter
26. August 1959 
Prof. Dr. Theodor Heuss (1884-1963), für den demokratischen Neubeginn
22. Juni 1967 
Josef Kardinal Frings (1887-1978), für seinen Einsatz für die Kölner Bevölkerung in den Nachkriegsjahren sowie das Engagement für die Wiederherstellung und Restaurierung des Domes
14. Januar 1974 
Dr. h. c. Theo Burauen (1906-1987), für sein Verständnis, seinen Humor und seine überparteiliche Toleranz
14. Oktober 1975 
Professor Dr. h. c. Peter Ludwig (1925-1996), seine Verdienste um Köln als Kunststadt
29. April 1983 
Prof. Heinrich Böll (1917-1985)
17. März 1989 
Willy Millowitsch (1909-1999), als wandelndes Wahrzeichen Kölns
21. Mai 1991 
John van Nes Ziegler (1921-2006)
21. Februar 1995 
Prof. Dr. h. c. mult. Irene Ludwig (1927-2010), für ihre Verdienste um die Kunst, Kultur und Wissenschaft in der Stadt
24. November 1999 
Dr. h. c. Norbert Burger (1932-2012)
4. November 2001 
Konsul Dr. h. c. mult. Hans Imhoff (1922-2007)
Professor Alfred Neven DuMont (* 1927)
16. April 2007 
Prof. Dr. h. c. Gerhard Richter (* 1932),

Benennungen zwischen 1933 bis 1945

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Köln sechs Ehrenbürgerschaften verliehen. So wurden diese in der Ratssitzung am 30. März 1933 an Adolf Hitler und Paul von Hindenburg verliehen. Dabei wurden die kommunistischen Ratsmitglieder von der Teilnahme der Sitzung ausgeschlossen. Die sozialdemokratischen Ratsmitglieder hatten sich der Stimmabgabe enthalten.

1935 wurde in die Deutsche Gemeindeordnung ein neuer Passus aufgenommen. Deiser legte fest, dass die Ehrenbürgerwürde nicht nur bei besonderen Verdiensten um die Stadt, sondern auch bei allgemeinen Verdiensten "um Volk und Staat" verliehen werden kann.

Auf dieser Grundlage wurden Hermann Göring (28. Juni 1934), Robert Ley (15. Februar 1937), Alfred Rosenberg (26. April 1939) und Joseph Goebbels (20. Mai 1939) die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges distanzierte sich der Kölner Stadtrat von den Ehrenbürgern der NS-Zeit. Erst in der Ratssitzung am 27. April 1989 beschloss der Rat der Stadt die Nichtigkeit der Ehrenbürgerwürden von 1933 bis 1945.[2]

Einzelnachweise

  1. Die Stadt Köln zu den Ehrenbürgern (Abruf am 5.10.2014)
  2. Stadt Köln zu den Ehrenbürger in der NS-Zeit (Abruf am 5.10.2014)